JG Burkhardtsdorf.

Krippenspiel 2009
von Andreas Langer


Szene 1:


In einem Imbiß. Sitzen zwei Leute an einem Tisch und lesen Zeitung. Auf dem Tisch steht irgendwas essbares oder trinkbares und irgend ne dumme Plastik Weihnachtsdeko. So was kann auch an der Kanzel hängen. Schön kitschig halt.


Paul (kommt zur Tür herein): Frohe Weihnachten!

Gerhard: Frohe Weihnachten? Die sehe ich weit und breit nicht!

Klaus: ...früher vielleicht mal...

Gerhard: Ja, früher, das waren noch Zeiten.

Paul: Was ist euch denn für eine Laus über die Leber gelaufen?

Gerhard: Nichts besonderes. Nur die Tageszeitung (wirft Paul die Zeitung zu). Lies doch selbst.

Paul: Na toll, ich dachte ich kann meiner Alten noch mal entfliehen, bevor der ganze Trubel mit den Kindern und Enkeln beginnt und jetzt ist hier genauso ne miese Stimmung. Da hätte ich mich auch in meine Werkstatt verdrücken können.

Klaus: ...alles den Bach...

Gerhard: Ja, alles geht den Bach runter! Dabei können wir schon froh sein dass es Weihnachten offiziell noch gibt und wir jetzt nicht Ramadan feiern...

Paul: Oh nein! Jetzt fängt das schon wieder an.

Gerhard: Ist doch war! Unser Land verkommt immer mehr und unsereiner...

Klaus: …der kleine Mann....

Gerhard: …genau. der kleine Mann darf für alles bezahlen.

Paul: Ist das nicht eine grausame Welt?

Klaus: ...willste uns auf´n Arm nehmen?

Paul: Ihr seid ja hier in ner Stimmung als ob jeden Augenblick der Weltuntergang zur Tür hereinschaut.

Klaus: ...wenn´s das nur wäre...

Gerhard: Genau! Darauf kann man sich wenigstens vorbereiten! Und man weiß was man von nem Weltuntergang zu erwarten hat. Da gibt es keine unangenehme Überraschung.

Paul: Ich weiß, ich werde die Frage bereuen. Was hat dich denn alles unangenehm überrascht?

Klaus: ...alles...

Gerhard: Na wo soll ich denn da am besten anfangen?

Paul: Möglichst weit am Ende...

Gerhard: Spaßvogel... Merkst du denn nicht in was für ner Zeit wir leben? Du kannst dich auf nichts und niemanden mehr verlassen.

Klaus: ...alles nur Gemurkse...

Gerhard: Recht hat er! Die dort oben machen was ihnen gefällt, Hauptsache ihr Geldbeutel wird immer voller, was mit dem kleinen Mann passiert ist ja net weiter wichtig. Hauptsache er bezahlt alles! Vergeht doch kein Tag wo nich ne neue bekloppte Verordnung erlassen wird. Wenn das so weitergeht wird man nich mal mehr ne Bratwurst essen dürfen, weil die ja so ungesund ist.

Klaus: …keene Bratwurst...

Gerhard: Na is doch war! Raachen darfst ne mehr, das Bier darfste bald ne mehr an der Tanke kaufen, mein Trabbi darf ne mehr in de Stadt fahren, aber BP kann den Golf von Mexiko mit Öl vollpumpen!

Klaus: ...Alle in nen Sack!

Gerhard: Genau! Am besten die ganzen Klowns aus Politik und Wirtschaft in nen Sack stecken und den Knüppel drauf! Man wird schon immer den richtigen Treffen!

Paul: Hätt ich lieber nicht gefragt... Politiker sind doch auch nur Menschen...

Klaus: ...so weit würde ich jetzt nicht gehen...

Gerhard: Regt dich denn der ganze Mist nich auf? Die schießen doch einen Bock nach dem anderen. Erst fährt de Wirtschaft die ganze Karre an de Wand und mir dürfen das alles bezahlen und dann kommt ne Regierung ran die uns sonstwas versprochen hat aber im Endeffekt alles schlimmer gemacht hat. Und ich dachte nach den Sozis kann es nich mehr schlimmer kommen! Ich sag dir, dafür bin ich ne auf die Straße gegangen! Da wär ich lieber weiter in den Urlaub an de Ostsee gefahren und auf das Bananengelumpe kann ich auch verzichten, ist doch sowieso nur mit Pestiziden vollgepumpt...

Klaus: ...die gehören alle eingesperrt!

Paul: Ihr habt ja recht, aber warum regt ihr euch heute darüber auf? Wie wollt ihr da in Weihnachtsstimmung kommen?

Gerhard: Weihnachten, das ist doch auch nur von denen da oben erfunden worden damit wir von den Problemen abgelenkt werden! Rente mit 70? Machen wir schnell ne Fußball WM oder einen Feiertag damit keiner großartig drüber nachdenkt!

Klaus: …mit uns kann mans ja machen...

Gerhard: Sind sowieso die Reichen dran schuld!

Klaus: ...sollten selber mal abkassiert werden...

Paul: Macht ihr es euch da nicht zu einfach? Wer gibt schon freiwillig Geld her? Vor allem wenn man viel davon hat?

Gerhard: Ach, wir bräuchten mal wieder jemanden, der mit dem ganzen Mist so richtig aufräumt! Der sich für den kleinen Mann einsetzt, jemand der denen da oben mal gewaltig in den Hintern tritt und ihnen unser sauer verdientes Geld wieder abnimmt!

Klaus: ...Muss sich mal einer darum kümmern!

Gerhard: Genau! Sonst wird das alles nur noch schlimmer!




Szene 2:


Hm. Eine Frau betritt den Imbiss, ist sehr gut gekleidet und bewegt sich dementsprechend.


Frau von Stein: Guten Tag, die Herren.

Undefinierbares Gemurmel vom Stammtisch.

Frau von Stein: Entschuldigen Sie, von Stein ist mein Name, ich hatte eine Panne mit meinem Wagen.

Gerhard: Sehen wir hier aus wie eine Werkstatt?

Paul: Mensch Gerhard! Etwas freundlicher! Am besten sie Fragen mal in der Küche, dort können sie bestimmt telefonieren.

Frau von Stein: Ich danke Ihnen!

Paul: Du kannst die doch nicht so angehen! Das ist ne Adlige?

Gerhard: Na und? Ich bin in nem Arbeiter- und Bauernstaat groß geworden.

Klaus: Freundschaft!

Gerhard: Freundschaft! Da gabs keine Hochwohlgeborenen Leute. Hach, mein Wagen ist liegengeblieben, könnte sich das Gemeine Volk mal das um Problem kümmern? Ich bin ja so wichtig...

Klaus: ...was besseres als Ihr...

Gerhard: Die wird im Monat mehr Geld haben als wir in einem Jahr verdient haben. Ihr Wagen geht nicht? Um die Ecke ist doch Günther´s Autohaus. Soll sie sich nen neuen holen. Da tut sie mal was sinnvolles für die Volkswirtschaft. Und Günther kann seiner Frau doch noch ein Geschenk kaufen...

Paul: Benehmt euch jetzt! Sie kommt wieder! Zu Frau von Stein Und, konnten Sie jemanden erreichen?

Frau von Stein: Ja, aber jetzt sitze ich hier wohl erst einmal für eine Weile fest.

Gerhard: Wieso das denn?

Frau von Stein: Bei diesem Wetter wird es etwas länger dauern, bevor mich mein Ersatzwagen abholen kann.

Klaus: …Ersatzwagen, toll...

Paul: Sei ruhig! Wollen Sie sich mit zu uns setzen? Da vergeht die Zeit schneller?

Frau von Stein: Zu Ihnen? Na ja, vielleicht haben Sie ja recht. Wenn es den Herren nichts ausmacht...

unverständliche Gemurmel von Gerhard und Klaus, Paul schiebt nen Stuhl heran.

Frau von Stein: Danke schön.

Paul: Darf ich Ihnen etwas zu trinken bestellen?

Frau von Stein: Gibt es hier denn keine Bedienung?

Gerhard: Das ist hier ein Imbiß.

Frau von Stein: Und da wird man wohl nicht bedient?

Klaus: ...Selbstbedienung...

Frau von Stein: Und eine Weinkarte sehe ich auch nirgends.

Klaus: ...nur Bier. Kein Wein.

Frau von Stein: Danke, ich brauche nichts...


verlegenes Schweigen. Reiche Tussi schaut sich um, der Rest hüstelt etwas, alles in allem ne unangenehme Situation.


Paul: Darf ich fragen was Sie an Heilig Abend in diese Gegend führt?

Frau von Stein: Eine Spende.

Gerhard: Ne Spende?

Frau von Stein: Ja.


Schweigen.


Paul: Wem wollen Sie was spenden?

Frau von Stein: Dem Waisenhaus.


Schweigen.

Gerhard: Welchem Waisenhaus?

Frau von Stein: Dem Örtlichen Waisenhaus. Holt ihren Terminkalender heraus Das Kinderheim „Leuchtturm“.


Schweigen.


Klaus: ...gibt´s ne mehr.

Frau von Stein: Wie bitte?

Gerhard: Hat letzte Woche zu gemacht.

Frau von Stein: Das kann doch gar nicht sein. Blättert den Kalender durch, sucht im Handy nach Nummern.

Gerhard: Ist aber so.

Frau von Stein: Und weshalb, wenn man fragen darf?

Paul: Die Gemeinde musste Geld sparen.

Gerhard: Und wo spart man am Besten wenn kein Geld da ist? Bei den kleinen Leuten.

Klaus: ...die wehren sich nicht.

Gerhard: Genau!

Klaus: ...nur Gemurkse...

Frau von Stein: Was hat er gesagt?

Paul: Entschuldigen sie meine beiden Freunde, die sind heute etwas negativ drauf?

Gerhard: Negativ drauf? Wir sagen nur die Wahrheit!

Klaus: Genau!

Frau von Stein: Was ist bitteschön nur „Gemurkse“?

Gerhard: Na alles! Geht alles den Bach runter: Banken, Länder, Dörfer, Jugend, einfach alles.

Klaus: ...keiner kümmert sich.

Frau von Stein: Ich hätte ja gerne etwas gespendet...

Klaus: ...Wieviel?

Paul: Also Klaus! Sowas fragt man nicht!

Gerhard: Lass ihn doch. Das dät mich auch mal interessieren.

Frau von Stein: Mein Club hat eine Sammlung durchgeführt. Und es sind über 500€ zusammen gekommen.

Klaus: prusted aus...

Gerhard: Wie bitte? Ihre Reichen Kumpels haben gesammelt und es sind 500Eus rausgekommen? Ich werd nich mehr...

Frau von Stein: Wissen Sie wieviel Unkosten man hat wenn man einen Wohltätigkeitsball veranstaltet?

Gerhard: Keene Ahnung, hab ich noch nicht gemacht.

Frau von Stein: Sehen Sie! Man braucht ordentliches Essen, eine gute Band, einen Prominenten der durch den Abend führt, einen Limousinen Service, Servicekräfte, einen PR Berater, einen großen Saal und noch vieles mehr. Und das muss ja alles bezahlt werden.

Gerhard: Was bitteschön ist ein PR Berater?

Frau von Stein: Ein PR Berater hat die Aufgabe für Prominente Personen ein positives Bild in der Öffentlichkeit zu schaffen.

Gerhard: Wie bitte? Sie brauchen jemanden der den Leuten sagt wie toll sie sind und das sie ja jeder leiden kann?

Frau von Stein: Das hat heute jeder der etwas auf sich hält. Schauen sie doch nur mal in die Politik und Wirtschaft.

Gerhard: Hörste Klaus? Du bist ab jetzt mein PR. Sag den andern im Ort was ich für ein toller Hecht bin!

Klaus: .steht auf...Gerhard ist der größte...ist echt ein ganz dufter Typ..kann den voll gut leiden...

Paul: Ihr beide seid totale Spinner!

Gerhard: Mit Verlaub, wer Leuten Geld bezahlt dass diese erzählen wie Klasse man ist, das sind Spinner. Anwesende natürlich ausgeschlossen.

Frau von Stein: Wie nett von ihnen!

Gerhard: Ein weiteres Zeichen für den Verfall. Kinderheime werden geschlossen und die Verantwortlichen bezahlen Geld damit jemand überall rum erzählt wie toll das doch war, den Kindern die Zukunft zu zerstören. Und das gemeine Volk glaubt das dann auch noch...

Und warum überhaupt können Sie nicht einfach das ganze Tamtam bei ihren Veranstaltungen weglassen und gleich alles Spenden?

Frau von Stein: Ohne Party keine Spenden. So ist das nun einmal.

Paul: Mit dem Geld hätte man dem Kinderheim auch nicht mehr helfen können.

Gerhard: Wie gesagt, nur Gemurkse! Egal wo man auch hinschaut! Nicht mal die Vermögenden bekommen noch etwas auf die Reihe.

Klaus: ...wo soll das nur hinführen?

Frau von Stein: Sie haben ja irgendwie schon recht. Da ist eigentlich vieles nicht mehr in Ordnung in unserer Gesellschaft. Wir bräuchten endlich einmal jemanden der sich um die ganzen Probleme kümmert und mal richtig mit allen aufräumt.

Gerhard: So weit waren wir vorhin auch schon.

Paul: Man müsste nur etwas finden wo gespart werden kann.

Frau von Stein: Das ist ganz einfach! Bei all denen die nicht arbeiten wollen und sich jeden Tag die Sonne gemütlich auf den Bauch scheinen lassen.

Gerhard: Stimmt, da könnte man ne Menge einsparen...

Klaus: Na dann, Prost!




Szene 3:


Zwei Leuten kommen auf die Bühne, setzen sich abseits hin. Sind mit Einkaufsbeuteln bewaffnet. Einer steht auf und holt für beide ein Bier.


Frau von Stein: Was sind das denn für zwei?

Klaus: ...Trinkerfraktion!

Paul: Mensch Klaus!

Gerhard: Na aber da hat er doch recht. Die hamm keene Arbeit und du siehst die den ganzen Tag nur mit der Bierflasche in der Hand.

Klaus: ...da kann gespart werden....

Paul: Die haben es bestimmt auch nicht leicht. Keine Arbeit, sowas kann auch deprimieren. Ging dir ja auch mal so.

Gerhard: Aber da bin ich nicht zum Trinker geworden. Hab mir den Arsch aufgerissen um was neues zu bekommen. Aber wer ständig Flaschen vernichtet, hat keine Zeit zum Bewerbung schreiben.

Frau von Stein: Das ist auch so eine Geschichte, wo ich unsere Regierung nicht verstehe. Wer nicht arbeiten will, der soll auch keine Almosen bekommen. Dafür bezahle ich keine Steuern!

Klaus: ...sollten alle Schnee schippen...

Gerhard: Genau! Die Gemeinden beklagen sich doch alle, dass sie kein Geld mehr haben. Wer Unterstützung vom Staat haben möchte soll gefälligst etwas dafür tun.


Die beiden vom anderen Tisch horchen auf.


Uwe: Ihr redet auch nur so wie ihr`s versteht.

Heike: Nämlich gar ne.

Gerhard: Ihr seid nicht die Einzigen, die keine Arbeit haben. Und es gibt genug die es schaffen sich selber zu helfen. Anstatt der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen.

Uwe: Denkt Ihr wir haben uns das rausgesucht?

Heike: Würden auch lieber was tun.

Frau von Stein: Dann verbringen Sie ihre Zeit sinnvoller. Anstatt hier zu trinken könnten Sie sich Arbeit suchen.

Heike: Hallooo? Heute ist Weihnachten.

Uwe: Wer sind Sie überhaupt?

Frau von Stein: Mein Name ist von Stein.

Heike: Und womit verdienen Sie ihr Geld?

Frau von Stein: Mein Mann ist Leiter einer Privatklinik.

Klaus: ...na Holla!

Uwe: Da ist es ja genauso wie bei uns. Bloß dass sie ihren Scheck nicht monatlich vom Amt bekommen, sondern von ihrem Mann.

Frau von Stein: Also ich bitte sie! Das ist eine bodenlose Frechheit. Ich lass mich doch hier nicht mit sowas wie....

Uwe: ...wie was?

Klaus: ...jetzt wird’s interessant....

Frau von Stein: Ich lasse mich nicht mit Ihnen auf eine Stufe stellen. Ich habe einen Ruf zu verlieren.

Klaus: ...ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich...

Paul: Mensch halt doch mal die Klappe! Wir wollen uns doch nicht streiten. Nicht an diesem Tag.

Gerhard: In Ordnung, wir verlegen das auf nach die Feiertage...

Frau von Stein: Ich muss mir das hier nicht bieten lassen! Ich mache viel für Gemeinschaft, gebe Benefizkonzerte, bin in Vereinen engagiert und sammle Spenden für Wohltätige Zwecke.

Klaus: ...na die letzte ging ja in die Hose...

Paul: Klaus!

Klaus: Na ist doch war...

Heike: Und wissen Sie, weiß irgendjemand hier was wir alles tun?

Uwe: Sie sehen ja nur zwei Leute mit Alditüten und Bier in der Hand. Das können ja nur Sozialschmarotzer sein.

Heike: Tauschen sie doch mal mit uns. Dann werden sie sehen wie das ist. Man kann Leben von HartzIV. Mehr aber auch nicht. Erklären Sie mal den Kindern warum es keine Geschenke geben kann?

Uwe: Gehen Sie doch mal mit all den klugen Ratschlägen der Leute um, die eigentlich gar keinen Plan haben. Wir haben es satt zuhause zu sitzen. Und jeder schaut einen komisch an wenn man ins Sozialkaufhaus geht oder zur Tafel.

Heike: Und den Rest besorgen dann die lieben Mitmenschen.

Uwe: Weil es paar schwarze Schafe gibt, werden alle über einen Kamm geschert.

Heike: Und die Politik mischt kräftig mit! Wir leben dekadent und sind Schuld an der Krise. Weil wir faul sind, nicht arbeiten wollen. Und am liebsten würden die uns die Hilfe ganz streichen, damit ja die Löhne niedrig bleiben.

Klaus: ...Leistung muss sich wieder lohnen!

Gerhard: Wer arbeitet soll nicht der Dumme sein!

Klaus: Mehr Netto vom Brutto!

Uwe: Genau das hab ich gemeint. Bevor Ihr über uns urteilt solltet ihr erst einmal unsere Geschichte hören.

Frau von Stein: Tut mir leid.

Gerhard: Mir auch. Aber warum kommt ihr auch hier herein und erfüllt voll das Klischee?

Heike: Es ist Weihnachten. Da wollten wir uns auch mal was gönnen.

Uwe: Können uns ja sonst kaum was leisten. Und mehr als in den Imbiss ist eben nicht drinn.

Heike: Aber es gibt einen das Gefühl auch mal einen drauf zu machen.

Paul: Die da oben sollten lieber mal mehr Arbeitsplätze schaffen, als ständig nur am kleinen Mann zu sparen.

Gerhard: Nun, das bräuchte wieder jemanden der richtig anpackt...

Frau von Stein: Komm, setzen sie sich mit zu uns! Ich gebe einen aus!

Klaus: ...aber nicht vom Spendengeld...

Frau von Stein: Nein, ganz sicher nicht.

Heike: Vielen Dank.



Szene 4:


Die Tür geht auf und es kommt der ortsansässige Pfarrer herein. Leicht gestresst, auf der Suche nach etwas essbarem...


Pfarrer: Eine schöne Bescherung ist das!

Gerhard: Hier geht’s ja heute zu wie in nem Taubenschlag!

Paul: Guten Tag Herr Pfarrer!

Pfarrer: Hallo alle zusammen. Ich glaube wir kennen uns noch nicht.

Frau von Stein: Von Stein mein Name...

Gerhard: Ihr Auto ist liegengeblieben.

Paul: Was führt Sie in unsere kleine Runde?

Klaus: ...klein?

Paul: Stimmt, wird inzwischen immer größer.

Pfarrer: Bevor heute der ganze Weihnachtsstress in der Kirche losgeht, brauch ich noch mal kurz was zum Energie aufladen.

Gerhard: Aber Herr Pfarrer wird doch nicht etwa trinken vor dem Gottesdienst?

Klaus: ...das kann er doch schon beim Abendmahl.

Paul: Klaus!

Klaus: ...schon gut...

Pfarrer: Keine Angst, ich brauche nur einen starken Kaffee. Übrigens, habe Sie drei auch schon recht lange nicht mehr in der Kirche gesehen. Wie wäre es mit heute?

Klaus: ...ach kommen Sie. Zu Weihnachten in die Kirche gehen? Das kann ja jeder. Da fehlt die Herausforderung.

Uwe: In die Kirche rennen hilft doch auch keinem weiter.

Pfarrer: Das Gefühl hab ich auch manchmal.

Klaus: Sollte das nicht eigentlich anders sein?

Pfarrer: Na ihr seid doch schonmal das beste Beispiel. Da versucht man sein Bestes um die Menschen auf den richtigen Weg zu bringen und was passiert? Gar nichts!

Paul: Wie meinen sie das?

Pfarrer: Ist doch eigentlich ganz einfach: könnte alles viel besser laufen. Müssten alle nur mal zur Abwechslung nett zueinander sein, dann ginge es jedem besser. Aber nein, man predigt und predigt und nichts ändert sich.

Klaus: Oho, Herr Pfarrer schieben Frust.

Frau von Stein: Das kenne ich, man sammelt Geld, lässt dieses den Projekten zukommen und die Menschen sind trotzdem noch arm.

Gerhard: Als ob Geld immer die Lösung wäre...

Uwe: Also für mich schon...

Pfarrer: Ich weiß nicht wie das alles noch weitergehen soll. Ich habe immer öfters das Gefühl, dass alles schlimmer wird.

Klaus: ...so weit waren wir auch schon.

Paul: Das wird ja immer schlimmer! Mensch Leute, es ist Weihnachten! Da könnt ihr doch nicht alle so durchhängen.

Heike: Das ist doch genau das was die da oben wollen. Ist Weihnachten, seid fröhlich, geht einkaufen, damit wir in einen neuen Krieg ziehen können und denkt ja nicht daran das es euch schlecht geht.

Uwe: Aber dieses Jahr haben wir das denen gründlich vermasselt!

Frau von Stein: Und wie, wenn ich fragen darf?

Uwe: Wir waren nicht einkaufen. Keine Geschenke, kein Weihnachtsgebäck, kein Weihnachtsmarkt.

Klaus: Na die werden sich aber wundern!

Pfarrer: Wieviel Geld hättet ihr denn überhaupt ausgeben können?

Heike: Kommt drauf an wie sparsam wir essen. 20 Euro für jeden wären schon drinn gewesen.

Frau von Stein: Wie bitte? Das bezahle ich doch schon vor dem Weihnachtseinkauf an Parkgebühren.

Heike: Willkommen im Leben!

Pfarrer: Naja, in meiner Kollekte ist oft weniger...

Klaus: Da würde ich mir mal Gedanken machen...

Pfarrer: Sehr witzig. Es macht einfach keinen Spaß mehr. Egal wo ich hinschaue, nur Ärger, Unmut, Egoismus, Ungerechtigkeit und weit und breit ist keiner da, der etwas dagegen unternimmt.

Paul: Was ist mit ihrem Jesus?

Pfarrer: Wenn wir alle danach leben würden was er gesagt hat, dann gäbe es die meisten Probleme gar nicht erst.

Gerhard: Sind viele Probleme nicht erst durch die Kirche entstanden? Da geht es doch meist schlimmer zu als in der Politik.

Frau von Stein: Und die Schlagzeilen in diesem Jahr waren ja nun nicht unbedingt eine gute Werbung für ihren Jesus.

Heike: Kein Wunder wenn niemand darauf hört, wenn die Christen selber nur Mist machen.

Pfarrer: Wie gesagt, wenn die Menschen nach den Geboten der Nächstenliebe leben würden, dann wäre alles viel einfacher. Das gilt auch für die Christen. Ich weiß, wir müssen uns da an die eigene Nase fassen. Genau deshalb bin ich doch so frustriert.

Paul: Ach Kinder, bei all den Geschichten von euch hab ich nun auch meine Weihnachtsstimmung verloren.

Klaus: Darauf trinken wir einen. Wer gibt aus?

Gerhard: ...immer der der fragt....



Szene 5:


So, die Gruppe sitzt zusammen und trinkt/unterhält sich angeregt. Ein ausländisch angehauchtes Pärchen betritt die Bühne. Die Frau ist schwanger und sie setzen sich an den Nebentisch.


Gerhard: Nicht das noch.

Paul: Was denn?

Gerhard: Hat man nicht mal zu Weihnachten ruhe vor den Kopftuchträgern?

Heike: Wegen denen haben wir hier keine Arbeit.

Frau von Stein: Und ich bezahle denen die Sozialhilfe.

Pfarrer: Die machen unsere christlichen Werte kaputt.

Klaus: ...und wissen nicht mal ein ordentliches Bier zu schätzen. Prost!

Paul: Übertreibt ihr nicht ein wenig? Gut, ich finde auch das es zuviele von denen gibt, aber die sind doch nicht an allem Schuld.

Gerhard: Das vielleicht nicht, aber ohne die sind wir besser drann.

Uwe: Haben ja genug eigene Probleme hier im Land. Und da müssen wir uns auch noch zusätzliche reinholen.

Frau von Stein: Na ja, mein Dienstpersonal wäre ohne Ausländer, Entschuldigung, ohne Menschen mit Migrationshintergrund kaum noch vorhanden.

Gerhard: Na die können ruhig die arbeiten machen für die wir sie brauchen. Aber sie sollen auch unsere Kultur annehmen und deutsch lernen!

Klaus: Genau! Sie sollen nur noch Goethe und Schiller lesen, in klassische Konzerte gehen und abends die Tagesschau sehen. Oder meinst du eher sie sollen sich jeden Abend hemmungslos betrinken, Heino Platten rauf und runter hören, jammern das es ihnen nicht gut geht, sich darüber beschweren dass es keine arbeit gibt, aber gleichzeitig zu den Tschechen tanken und einkaufen fahren weil es dort drei Cent billiger ist und die Schuld dafür dann bei den ganzen Arbeitslosen suchen die zu teuer sind für den Staat?

Gerhard: Was ist denn mit dir los?

Klaus: Ach mich nervt es nur wenn immer die Ausländer herhalten müssen wenn alles den Bach runtergeht. So was hatten wir schonmal und ihr wisst womit das geendet hat...

Uwe: Wir sind doch keine Rechten!

Frau von Stein: Mit solchen Leuten möchte ich nichts zu tun haben.

Pfarrer: Niemals!

Heike: Wir sind gegen Rechts!

Klaus: Aber zuviele sind es trotzdem. Richtig?

Gerhard: Nun ja. Schon...

Klaus: Machen wir es doch wie vorhin. Kennt ihr ihre Geschichte? Wissen wir warum sie hier sind? Oder werfen wir sie in einen Topf mit den ganzen anderen Vorurteilen? Schaut sie euch doch mal an, die sind richtig erfroren...


Rami: Entschuldigen Sie, wir brauchen Ihre Hilfe.

Paul: Wobei denn?

Rami: Wie Sie sehen können ist meine Frau Aisha schwanger. Es kann nicht mehr lange dauern. Und wir wissen nicht wohin.

Frau von Stein: Wie können Sie nur bei diesem Wetter mit Ihrer Frau vor die Tür gehen.

Rami: Wir haben eine lange Reise hinter uns und wissen nicht wohin.

Frau von Stein: geht zu Aisha hin Sie sind ja ganz erfroren. Ich hole erstmal einen Mantel aus meinem Auto. Und jemand sollte sich mal um eine warme Suppe kümmern.

Paul: Mach ich schon. Möchten Sie erst einmal einen Tee?

Aisha: Gerne.

Pfarrer: Wo kommen Sie denn überhaupt her?

Rami: Wir sind vor dem Krieg geflohen. Wir wollten das unser Kind in Frieden aufwachsen kann. Deshalb haben wir all unsere Ersparnisse Menschen gegeben die uns nach Deutschland bringen. Doch die haben uns einfach abgesetzt und jetzt wissen wir nicht wohin...

Frau von Stein: So, jetzt ziehen sie das erst einmal an. Und für das andere finden wir schon eine Lösung.

Aisha: Danke. Sie sind nett.

Pfarrer: Also sind sie illegal hier?

Rami: Ja. Holen sie die Polizei?

Klaus: Nein. Nicht zu Weihnachten.

Gerhard: Aber wir können die doch nicht einfach hier lassen.

Heike: Wir müssen eine Lösung finden. Wann ist es denn soweit?

Aisha: Die Wehen können jederzeit kommen.

Uwe: Unser Nachbar ist doch Geburtshelfer. Der könnte uns doch weiterhelfen.

Heike: Und wie wollen wir sie bis dorthin bringen?

Frau von Stein: Wenn doch nur mein Abholdienst endlich da wäre...

Gerhard: Ich könnte mein Auto holen. Aber das dauert ein paar Minuten...

Paul: Und wohin dann?

Pfarrer: Am besten ins Pfarrhaus. Dort haben wir genügend Platz.

Gerhard: Na dann mach ich mal schnell los...

Heike: Ich rufe meinen Nachbarn an. Hoffentlich hat er Zeit.

Rami: Ich weiß gar nicht wie wir ihnen danken sollen...

Klaus: Keine Ursache!

Pfarrer: Ich mach mich schon mal auf den Weg ins Pfarrhaus. Meine Frau wird aus allen Wolken fallen.

Heike: So, der Geburtshelfer kommt so schnell wie möglich. Jetzt müssen wir nur noch auf den Wagen warten...



Szene 6:


Szenenwechsel. Sind jetzt alle (bis auf die Frauen) im Pfarrhaus im Wohnzimmer des Pfarrers. Der Geburtshelfer kommt herein und geht zu Rami.


Geburtshelfer: Es ist soweit. Sie sind Vater eines gesunden Jungen.

Rami: Ein Junge? Wirklich?

Geburtshelfer: Er hat die entscheidenden Merkmale...


Die anderen Herren gratulieren Rami der Reihe nach.


Rami: Darf ich ihn sehen?

Geburtshelfer: Aber sicher.

Klaus: Wir auch?

Geburtshelfer: Nein, die Frau muss sich erstmal etwas erholen. Später dann.

Rami: Ich habe einen Sohn. Verlässt mit Geburtshelfer den Raum.


Gerhard: Also wenn ich das meiner Frau erzähle...

Klaus: Was denn?

Gerhard: Na das wir im Pfarrhaus sitzen und Fremden bei der Geburt helfen. Das glaubt die mir nie.

Klaus: Eigentlich müssten wir mit Rami erst mal einen trinken.

Uwe: Der Herr Pfarrer wird doch bestimmt irgendwo was ordentliches dahaben.

Paul: Moslems trinken keinen Alkohol.

Klaus: Da muss der Glühwein eben länger kochen...

Pfarrer: Ich denke es wird auch ohne gehen.

Paul: Das war schon ein komischer Heilig Abend bis jetzt.

Klaus: Wieso? Zu jedem guten Weihnachtsfest gehört doch ein neugeborenes Kind einfach mit dazu.

Uwe: Und was ist mit den Hirten?

Gerhard: Die Könige nicht zu vergessen.

Paul: Und der Engel.

Pfarrer: Also dafür das ihr euch im Gottesdienst so selten sehen lasst, kennt ihr euch doch ganz gut aus mit Weihnachten.

Klaus: Ist doch manches vom Konfi Unterricht hängen geblieben...

Paul: Jetzt mal im Ernst. Was ist heute eigentlich mit uns passiert?

Pfarrer: Ein Weihnachtswunder.

Uwe: Ein Wunder? So etwas gibt es doch gar nicht.

Pfarrer: Ich denke das war heute kein Zufall dass wir uns alle getroffen haben. Gottes Wege sind für uns Menschen sehr oft nicht nachvollziehbar, aber heute hat er uns eindeutig den Weg gewiesen.

Gerhard: Wirklich?

Pfarrer: Schaut doch mal, jeder von uns war frustriert und hatte keine Lust auf diesen Abend. Ich hab mich beschwert dass es niemanden mehr gibt der die Nächstenliebe wirklich lebt, ihr habt euch beschwert das keiner etwas unternimmt gegen die Ungerechtigkeit bei uns. Und habt natürlich nach Schuldigen gesucht.

Klaus: Naja, es ist eben immer leichter jemanden die Schuld zu geben als selber mal anzupacken.

Pfarrer: Und genau in diesem Augenblick kommen zwei Menschen herein, noch dazu Ausländer, und brauchen wirklich Hilfe. Und wir haben geholfen und zwar gemeinsam. Alle zusammen.

Gerhard: Zufall.

Pfarrer: Wirklich? Ich denke Gott hat uns heute ganz persönlich die wahre Bedeutung von Weihnachten näher gebracht. Und das mal wieder mit einem Neugeborenen.

Uwe: Und was ist die wahre Bedeutung von Weihnachten?

Pfarrer: Ich dachte ihr kennt die Geschichte?

Uwe: Na etwas.

Gerhard: Ein bisschen.

Klaus: Die Figuren und so...

Paul: Maria und Josef, Krippe, Stall....

Klaus: Und wo ist da die Botschaft?

Pfarrer: Das Verhältnis zwischen Gott und seinem auserwählten Volk war damals nicht unbedingt das Beste. Die Menschen hatten sich von ihm abgewandt, befolgten nicht mehr seine Gebote, beteten fremde Götter an und es ging ihnen sehr schlecht. Die Reichen pressten Geld aus dem Land, die Armut wurde größer und die Politiker waren korrupt. Das Land wurde Jahrhunderte lang von fremden Mächten beherrscht. Das machte die Situation nicht besser.

Gerhard: Klingt irgendwie genauso wie heute...

Paul: Es mag zwar vieles nicht in Ordnung sein heute, aber uns geht es richtig gut. Wir müssen nur etwas daraus machen.

Klaus: Jetzt lasst den Herr Pfarrer doch mal weiter reden...

Pfarrer: Schon seit dem großen Königen David und Salomo warteten die Gläubigen darauf, dass Gott Ihnen einen Erlöser schickte, der Sie endlich von all den ganzen Mist befreit.

Gott schickte einen Erlöser. Aber einen anderen als die Menschen erwarteten. Er hat der Menschheit nochmal eine Chance gegeben. Er schickte seinen eigenen Sohn zu den Menschen, damit dieser all die Schuld auf sich nehmen und damit die Menschen wieder mit Gott versöhnen konnte. Stellt euch das mal vor: Gottes Sohn kommt auf die Welt. Das ist doch die Sensation schlecht hin. Aber da gibt es keinen großen Galaempfang. Keinen Triumphzug, keine Titelstory. Jesus kommt ganz unspektakulär auf die Welt. In einem Stall, geboren von einer Frau, die schwanger wurde ohne verheiratet zu sein. Der vermeintliche Vater ein einfacher Handwerker ohne viel Geld. Jesus kommt mitten hinein in die sozialen Randgruppen. Er soll den Menschen Hoffnung geben. Und deshalb erfahren als erstes Hirten die Geschichte. Mit denen wollte sonst keiner was zu tun haben. Sie wurden ausgebeutet von den großen Bauern, hatten eine harte Arbeit zu verrichten aber verdienten gerade genug um halbwegs zu überleben. Aber die Mächtigen haben Angst vor dem Erlöser. Er könnte Ihnen gefährlich werden. Und deshalb soll er beseitigt werden.

Uwe: Das klingt ja wie in einem Politthriller. Der die Wahrheit sagen will wird umgebracht.

Pfarrer: Warum sollte es damals anders sein? Aber da hat Gott wieder die Hand im Spiel. Gelehrte aus einem fremden Land erscheint er im Traum und diese warnen Maria und Josef vor der Gefahr. Und so kann Jesus sicher aufwachsen und seine Aufgabe erfüllen.

Gerhard: Schön und spannend erzählt, aber wo ist die Botschaft?

Klaus: Mensch hast du es denn nicht kapiert?

Gerhard: Würde ich sonst fragen?

Paul: Jesus ist in nem Stall zur Welt gekommen. Bei ganz einfachen Leuten. Zu denen die keine Hoffnung mehr hatten. Zu den Ausgestoßenen.

Pfarrer: Genau! Egal wie dreckig es dir geht, es gibt immer jemanden an den du dich wenden kannst. Was auch passiert, Jesus ist da und hört dir zu. Und manchmal stellt er dir genau die Menschen zur Seite die du brauchst.

Uwe: So wie heute Abend?

Pfarrer: Ich denke schon. Ich meine wir haben uns heute gegenseitig geholfen.

Gerhard: Wie denn das?

Pfarrer: Habt ihr nicht gesagt das Land braucht mal wieder jemanden, der so richtig aufräumt und für Ordnung sorgt?

Gerhard: Ja natürlich.

Pfarrer: Und dann kommen zwei wildfremde Leute, die nicht weiter wissen. Und wir helfen ihnen gemeinsam.

Gerhard: Und?

Klaus: Mensch Gerhard. Du hast heute echt ne lange Leitung. Es liegt an uns etwas zu ändern. Immer nur Meckern, das kann jeder. Die Schuld den anderen geben, das kann auch jeder. Aber etwas zu tun, wenn man sieht das man helfen kann, das machen die wenigsten.

Paul: Genau! Wir brauchen keinen Helden der alles für uns erledigt! Wir brauchen Mitmenschen die bereit sind für andere da zu sein und nicht nur an sich selber denken.

Heike kommt zur Tür herein.

Heike: Wollt ihr das Kind sehen?

Uwe: Ja aber sicher. Wir warten doch schon die ganze Zeit.

Heike: Dann kommt mit. Aber nicht so laut. Der Junge schläft gerade.


Hinten am Altar wird ne Wiege aufgebaut, Rami und Aisha stellen sich dahinter und der Rest baut sich daneben auf...

JG Burkhardtsdorf